• 15:55
  • 25.05.2019
Abgeschossenes Windows heilt sich selbst
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25.05.2019

Abgeschossenes Windows heilt sich selbst

In den vergangenen Monaten und Jahren hat es immer wieder große Probleme mit fehlerhaften Windows-10-Updates gegeben. Manchmal wurden nur einzelne Funktionen lahmgelegt, im schlimmsten Fall der Rechner abgeschossen oder sogar persönliche Daten gelöscht. Betroffene Nutzer mussten sich dann oft selbst helfen, umständliche Workarounds vornehmen oder geduldig auf ein neues Update warten. Fehlerhafte Aktualisierungen wird Microsoft bei der Vielfalt der Windows-Rechner auch künftig kaum ausschließen können, aber es hat einen Weg gefunden, das Allerschlimmste zu verhindern.

Laut "ZDNet" hat Microsoft ein Verfahren entwickelt, das es dem Betriebssystem erlaubt, selbstständig Updates wieder zu entfernen, die mit Hard- oder Software eines Computers nicht kompatibel sind. Dabei geht es ausschließlich um Aktualisierungen, die einen Systemstart verhindern, also einen Rechner unbenutzbar machen. Der Nutzer selbst muss nicht tätig werden, er wird lediglich über die Deinstallation informiert.

Der letzte Ausweg
Die Entfernung eines Updates soll aber nur der letzte Ausweg sein, wenn alle anderen Wiederherstellungsmethoden erfolglos waren. War der Schritt notwendig, blockiert das Betriebssystem zusätzlich kritische Updates, um zu gewährleisten, dass Microsoft und Dritthersteller genug Zeit haben, den Fehler zu analysieren und eine Lösung zu finden.

Ein Nutzer muss die Entscheidung, ein Update zu entfernen, aber nicht akzeptieren. Microsoft stellt auf der entsprechenden Support-Seite auch Anleitungen zur Verfügung, wie man in diesem Fall Treiber und Updates manuell installiert. Sollte dann aber ein Systemstart wieder unmöglich sein, wird Windows 10 die Aktualisierung erneut entfernen.

Microsoft könnte mit dem kommenden April-Update auch für Normal-Nutzer eine Pro-Funktion einführen, die verhindern könnte, dass es häufiger zur Installation von inkompatiblen oder fehlerhaften Updates kommt. So veröffentlichte das Unternehmen im Januar erstmals Vorab-Versionen im Rahmen seines Insider-Programms, die darauf hindeuten, dass es künftig auch unter Windows 10 Home möglich sein wird, Aktualisierungen um bis zu sieben Tage zu verschieben.
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