Journalisten-Skandal erschüttert Frankreich
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17.07.2019

Journalisten-Skandal erschüttert Frankreich

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In Frankreich sind mehrere Medienschaffende aufgrund ihrer Veröffentlichungen in einer Facebook-Gruppe in die Schlagzeilen geraten. Einigen einflussreichen Journalisten müssen aufgrund ihrer Umtriebe in der 2009 gegründeten Gruppe "Ligue du LOL" um ihre Anstellung bangen. Die Zeitung "Libération" hatte über die Facebook-Gruppe berichtet, deren Mitglieder Frauen sexistisch beleidigt und Vergewaltigungen verharmlost haben sollen.

Am Wochenende berichteten mehrere Mobbingopfer in sozialen Netzwerken von ihren Erfahrungen mit der "Ligue du LOL". Mélanie Wanga, Gründerin des Podcasts "pop Tchip", schrieb über rassistische und sexistische Belästigungen, die sie durch "weiße, Pariser Journalisten" erlitten habe.

Die ehemalige Bloggerin Capucine Piot berichtete, wie sie im Internet "jahrelang" das Ziel gehässiger Foto- oder Videomontagen war. Für sie als junge Frau sei das "sehr schwierig" gewesen. "Ich war dick, ich war eine Frau, ich war Feministin, das reichte, damit sie mich auslachten", erklärte Daria Marx, die gegen den Hass auf Dicke kämpft.
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Der Gründer der Facebook-Gruppe, Vincent Glad, wurde zu Wochenbeginn als Mitarbeiter von "Libération" suspendiert, ebenso der Online-Chef der Zeitung, Alexandre Hervaud. Das "Brain Magazine" kündigte die Zusammenarbeit mit Glad vorsorglich komplett auf. Der Chefredakteur des Musik- und Kulturmagazins "Les Inrockuptibles", David Doucet, wurde beurlaubt. Sollten sich die Vorwürfe als wahr heraustellen, müssen die Autoren die Mitglieder der Gruppe "Ligue de LOL" mit einer Kündigung rechnen.
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